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Neue Skizze geplant? – Jetzt Neujustierung des Förderschwerpunkts Energiewende und Gesellschaft beachten

Der nächste Stichtag für die Einreichung von Skizzen zum Förderschwerpunkt Energiewende und Gesellschaft rückt ins Sichtfeld: Am 31. August 2026 können wieder neue Ideen für Forschungsprojekte eingereicht werden. Für die Förderung von neuen Projekten wurden kürzlich neue Themenschwerpunkte mit dem übergreifenden Fokus auf Akzeptanz und Kommunikation mit faktenbasierten Narrativen festgelegt. Alle Interessent:innen sind aufgerufen, die Neujustierung des Förderprogramms bei der Einreichung zu beachten.

Illustration KI-generiert

Weitere Informationen finden sich in einer Orientierungshilfe zur Neujustierung (PDF) des Projektträgers Jülich.

Neujustierung „Energiewende und Gesellschaft“ in 2026

Seit 2018 fördert die Bundesregierung die inter- und transdisziplinäre Gesellschaftsforschung im 8. Energieforschungsprogramm. Dadurch konnten zahlreiche Projekte wichtige gesellschaftliche Fragestellungen der Energiewende untersuchen und damit einen beachtlichen Wissensbestand aufbauen. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen zukünftige Projekte die aktuellen gesellschaftsbezogenen Herausforderungen im Energiebereich und die Ziele der Hightech Agenda Deutschland stärker integriert betrachten. Dabei liegt der übergreifende Fokus dieser thematischen Neujustierung des Förderschwerpunkts Energiewende und Gesellschaft künftig vor allem auf Forschungsarbeiten zu Fragen von Akzeptanz und der Kommunikation mit faktenbasierten Narrativen. Zudem wird die praxisnahe Umsetzung von Projektergebnissen zu einem zentralen Bewertungskriterium. Dafür sollen Praxisakteure, insbesondere Kommunen und Unternehmen, stärker eingebunden werden – direkt in die Konsortien.

So sollen zukünftige Forschungsprojekte in der gesellschaftsbezogenen Energieforschung komplexe energiewirtschaftliche, technologische und sozio-technische Fragestellungen rund um die Fokusthemen Akzeptanz und faktenbasierte Narrative identifizieren, beantworten und praktisch anwendbar machen.

Zielgruppen, Themenschwerpunkte und Projektpartner

Für die Stärkung der praxisnahen Verwertung von Forschungsergebnissen im Förderschwerpunkt Energiewende und Gesellschaft ist die direkte Einbindung zentraler Akteure aus dem Energiesystem zukünftig ein wichtiges Element in der Zusammenstellung und dem Design der Forschungsverbünde. Dabei stehen folgende Akteure im Fokus:

  • Kommunen und kommunale Unternehmen sowie Stadtwerke mit einer Schlüsselrolle in der lokalen Umsetzung,
  • Industrie, Mittelstand und Handwerk als wichtige Marktteilnehmer, Multiplikatoren und Treiber für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit,
  • Energieversorger und Netzbetreiber, die für die technische und infrastrukturelle Umsetzung verantwortlich sind,
  • Wohnungswirtschaft, die maßgeblich zur Transformation des Gebäudesektors beiträgt,
  • Branchen- und Wirtschaftsverbände, wie z. B. der BDI, die als weitreichende Transferpartner und verbandsübergreifende Wissensträger handeln,
  • sowie die breite Öffentlichkeit bzw. Bevölkerung, deren Akzeptanz und Verhalten für das Gelingen der Transformation entscheidend sind.

Themenschwerpunkte

Die neuen Themenschwerpunkte mit dem übergreifenden Fokus auf Akzeptanz und Kommunikation mit faktenbasierten Narrativen adressieren aktuelle Herausforderungen und sind in der Orientierungshilfe zur Neujustierung 2026 konkretisiert:

  • Kosten, Preise und soziale Tragfähigkeit
  • Infrastruktur, Umsetzung und regionale Wertschöpfung
  • Industrie, Wettbewerbsfähigkeit und Transformation
  • Versorgungssicherheit, Resilienz und Krisenfähigkeit
  • Digitalisierung, Daten und intelligente Steuerung
  • Technologieoffenheit und Innovationsakzeptanz

Für die anwendungsnahe Forschung und den beschleunigten Transfer in die Praxis entlang der oben genannten Themenlinien und Zielgruppen sollen zentrale Praxisakteure, wie z. B. Kommunen und Unternehmen, vorzugsweise als direkte Projektpartner (Zuwendungsempfänger) eingebunden werden. Diese Partner werden somit verbindlicher Teil der Projektstruktur, übernehmen definierte Aufgaben und ermöglichen eine zeitnahe Umsetzung von Erkenntnissen im Energiesystem. Darüber hinaus ist die zusätzliche Einbindung von Multiplikator:innen und Expert:innen aus der Praxis als assoziierte Partner ein wichtiges Element für die Breitenwirksamkeit und Skalierbarkeit der Forschungsergebnisse.

Für Rückfragen stehen die Ansprechpartner:innen des Projektträgers Jülich (PtJ) gerne zur Verfügung (Vincent Pelikan, Dario Bloch und Heike Neumann).

Alle Informationen: www.energieforschung.de/de/foerderung/foerderschwerpunkte/energiewende-und-gesellschaft 

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