Forschungsergebnisse zum Lesen, Hören, Anschauen und Ausprobieren
Erfahren Sie mehr über die Forschungsergebnisse und Outputs der Projekte aus dem Förderschwerpunkt Energiewende und Gesellschaft. Hier ist für jede:n etwas dabei: Neben wissenschaftlichen Artikeln und Berichten für die Fachöffentlichkeit zählen dazu auch Broschüren, Webseiten, Online-Tools zum Selbst-Ausprobieren sowie Videos oder Podcasts für alle Interessierten. Ihnen stehen mehrere Filteroptionen zur Verfügung.
Publikationen & Produkte
Energiewende zwischen Beschleunigung und Backlash: Gesellschaftsforschung stärken
BEWEGT-Impuls | 2026
Die Energiewende in Deutschland ist kein Selbstläufer – dennoch schreitet der Wandel zu einer nachhaltigen und resilienteren Energieversorgung voran: Über die Hälfte des Bruttostromverbrauchs wird seit 2023 von erneuerbaren Energien gedeckt, die Anzahl elektrischer Fahrzeuge nimmt zu, und auch bei der Wärmeversorgung breiten sich nicht-fossile Optionen aus. Aber es gibt auch Gegenwind, der die Energiewende ausbremst oder sie gar zurückwerfen kann. Dabei müsste die Dynamik deutlich zulegen, um die politischen Ziele zu erreichen. Klar ist: Die Transformation des Energiesystems in Deutschland – genauso wie in vielen anderen Ländern – befindet sich inzwischen nicht mehr in der Anfangsphase des Wandels, sondern sie ist bereits in die nächste Phase – die Beschleunigungsphase – eingetreten. Diese ist durch neue Herausforderungen wie den genannten Backlash charakterisiert.
MehrDas Fair-Miet-Modell. So gelingt die Wärmewende
Video | 2025
Das Mieter-Vermieter-Dilemma besteht darin, dass der Vermieter für die Heizungsanlage und für die Gebäudehülle zuständig ist, der Mieter hingegen für die Regelung der Thermostate und das Lüften der Wohnung. Beide Seiten tragen auf diese Weise zum Energieverbrauch bei. Einsparung von Energie und CO2 sind auf beiden Seiten möglich: Auf Seiten des Vermieters, indem er zum Beispiel auf regenerative Energieträger umstellt oder die Wohnungen besser isoliert. Auf Seiten des Mieters, indem er die Wohnung nicht überheizt und nicht durch Dauerlüften unnötig auskühlen lässt. Bisher bestehen hier einseitig nur für die Mieter finanzielle Sparanreize: Mit den aktuell gültigen Regeln der Heizkosten-Verordnung zahlen die Mieter die Kosten für die Energie, die zum Heizen des Hauses benötigt wird. Hier gibt es mehrere Vorschläge, wie die Lasten und damit die Anreize zum Sparen angemessener verteilt werden können. Der Erklärfilm zur „Fair-Miete“, einem Vorschlag zur Teilwarmmiete, entstand im Projekt InWaMod und stellt das im Projekt entwickelte Teilwarmmietmodell vor.
MehrErneuerbare Energie (EE)-Gemeinschaften für Unternehmen
Leitfaden | 2025
Der Leitfaden richtet sich an Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die gemeinsam mit anderen Firmen, Kommunen oder Privatpersonen erneuerbaren Strom erzeugen, nutzen oder vermarkten möchten. EE‑Gemeinschaften ermöglichen die Nutzung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen auch über Grundstücksgrenzen hinweg und unter Nutzung des öffentlichen Stromnetzes. Die Teilnahme lohnt sich, wenn vorhandene PV-Anlagen besser genutzt, Eigenverbrauch optimiert oder auslaufende Einspeisevergütungen ersetzt werden sollen. Innerhalb der Gemeinschaft wird der Strompreis gemeinschaftlich festgelegt, in der Regel basierend auf den realen Erzeugungskosten, wodurch stabile und wirtschaftlich attraktive Stromkosten entstehen.
MehrInfo-EW-Dashboard: Regionale Energiewende auf einen Blick
Online-Tool | 2025
Das Dashboard Regionale Energiewende auf einen Blick bietet einen kompakten und leicht zugänglichen Überblick über zentrale Kennzahlen, Trends und Hintergründe der Energiewende in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen die Landkreise und kreisfreien Städte, für die Nutzer:innen die Effekte unterschiedlicher Ambitionsniveaus in drei Szenarien vergleichen können: Umsetzung der Wärmewende, Ausbau erneuerbarer Energien und Höhe der CO2-Bepreisung.
MehrGelingensbedingungen für eine gerechte und inklusive „Energiewende von unten“
Diskussionspapier | 2025
Die Energiewende ist eine tiefgreifende gesellschaftliche Transformation, die über technologische Lösungen hinausgeht. Im Mittelpunkt des Diskussionspapiers steht die Frage, wie eine gerechte, inklusive und demokratische Energiewende gelingen kann, wenn Diversität als zentrale Ressource verstanden wird. Die Energiewende bewegt sich in einem Spannungsfeld: zwischen der ökologischen Modernisierung mit Fokus auf Technik und Marktwirtschaft auf der einen und der sozial-ökologischen Transformation, die Machtverhältnisse, Ressourcenverteilung und Lebensweisen hinterfragt, auf der anderen Seite. Bürger:innen-Energie ist eine potenziell transformative Praxis, die durch demokratische Mitgestaltung und Gemeinwohlorientierung strukturellen Wandel fördern, jedoch auch bestehende Ungleichheiten reproduzieren kann. Der Fokus der Autor:innen liegt auf Formaten der Aktivierung von Bürger:innen, die bisher eher exkludiert wurden – insbesondere FLINTA (Frauen, Lesben, intersexuelle, nicht-binäre, trans- und agender Personen).
MehrE-participation in energy transitions: What does it mean?
Fachartikel | 2025
Schafft E-Partizipation im Kontext der deutschen Energiewende mehr demokratische Legitimität durch mehr Input und Verfahrensgerechtigkeit, bessere Ergebnisse und von der Öffentlichkeit akzeptierte Umweltziele? In den letzten Jahren sind viele Formen der E-Partizipation entstanden, und es wurde Raum für Experimente mit visuellen und interaktiven Technologien geschaffen. Allerdings fehlt es an Forschungsarbeiten, die E-Partizipationstechnologien im Zusammenhang mit Energiewenden evaluieren. Diese Studie nutzt Interviews mit 33 Stakeholdern eines geplanten Windparkprojekts in Kombination mit Online-Umfrageergebnissen, um empirische Erkenntnisse über Einstellungen und Präferenzen gegenüber E-Partizipation zu gewinnen.
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