Forschung zu Energiewende und Gesellschaft
Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Forschungsprojekte aus dem Förderschwerpunkt „Energiewende und Gesellschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) vor. Sie können sie sich anzeigen lassen nach Themen und Forschungsmissionen aus dem BMWE-Energieforschungsprogramm.
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Die Projekte
Umfassend energetisch sanierte Gebäude zur Erfolgsgeschichte machen durch gelungene Kooperation zwischen Vermietenden und Mietenden
August 2024 - Januar 2028
Energetische Sanierungen im Mietwohnungsbestand sind ein zentraler Hebel der Wärmewende, ihre Umsetzung ist jedoch häufig mit Akzeptanzproblemen und Konflikten zwischen Mietenden und Vermietenden verbunden. Ziel des Projekts EnSanKoop ist es, ambitionierte energetische Sanierungen zu einem erfolgreichen Kooperationsmodell zu machen, von dem alle Beteiligten profitieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Steigerung von Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft sowie die Entwicklung praxistauglicher Modelle der Zusammenarbeit im professionell vermieteten Wohngebäudebestand.
MehrScheitern als Chance für die Energiewende
Juli 2024 - Juni 2026
Die Energiewende genießt breite gesellschaftliche Zustimmung, dennoch scheitern viele lokale Energiewendeprojekte aufgrund mangelnder Akzeptanz vor Ort. Das Forschungsvorhaben SCHACH untersucht systematisch die Faktoren, die zu solchen Misserfolgen führen, und analysiert, wie produktiv mit dem Scheitern umgegangen werden kann. Dabei konzentriert sich das Projekt auf Akzeptanz, Risikowahrnehmung und Allianzstrukturen. SCHACH prüft zudem die Hypothese, dass sich Akzeptanzmuster zur Energieversorgung im Zuge jüngster Krisen verändert haben. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen und neue Anforderungen an Kommunikationsstrategien zu ermitteln.
MehrKommunale Wärmewende als soziotechnisches System: verständlich visionieren, fundiert analysieren, erfolgreich kommunizieren und motivieren
Juli 2024 - Juni 2027
Das Projekt KOMM-WÄRME adressiert sozio-technische Aspekte der kommunalen Wärmewende, indem es eine wissenschaftliche Analyse mit konkretem Praxiswissen aus Kommunen verknüpft. Der Lösungsweg beinhaltet drei zentrale Elemente: Kommunale Wärmewende visionieren, Instrumente analysieren und Schlüsselakteur:innen befähigen.
MehrReduktion des Energieverbrauchs von Prosumern – Datenerfassung, -analyse und -visualisierung zur Unterstützung von Suffizienz bei Prosumer-Haushalten unter Berücksichtigung der Sektorkopplung
April 2023 - März 2026
Nach Plänen der Bundesregierung soll bis 2030 der Stromverbrauch zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Im Vergleich zum Jahr 2008 soll der Primärenergieverbrauch um 30 Prozent sinken. Privaten Haushalten kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Denn immer mehr Haushalte konsumieren nicht nur Energie, sondern produzieren sie selbst – sie sind Prosumer. Hierbei muss sichergestellt werden, dass Prosumer mit dem selbsterzeugten Strom sparsam umgehen, sich also suffizient verhalten. Dies ist bei immer komplexer werdenden ökonomischen und ökologischen Zielkonflikten und der vermeintlichen Unerschöpflichkeit erneuerbarer Energien jedoch nicht einfach.
MehrIndividualisierte Visualisierung von Energiewendemaßnahmen
April 2023 - März 2026
Ziel des Vorhabens EnerVI ist es, eine Webanwendung zu entwickeln, mit der individuelle Folgen der Energiewende sichtbar gemacht werden können. Hierfür setzt das Projekt einen Citizen-Science-Prozess in zwei Modellregionen um: in der Stadt Berlin und in der Ortsgemeinde Neuerkirch im Hunsrück (Rheinland-Pfalz). Durch die Visualisierung sollen die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger zu nachhaltigem Verhalten angeregt werden. Die Modellregionen unterscheiden sich deutlich in den soziokulturellen Lebensbedingungen und den energiewirtschaftlichen Voraussetzungen. Damit bilden sie eine große Spannweite der in Deutschland vorhandenen gesellschaftlichen und energetischen Milieus ab.
MehrBedürfnisorientierte integrierte Gesamtlösungen bei der Installation von EE-Großanlagen für eine gesellschaftlich gestaltete Transformation
April 2023 - März 2026
Um die globale Klimakrise einzudämmen, ist ein schneller Ausbau erneuerbarer Energien (EE) erforderlich, der neben dezentralen kleinen Anlagen auch den großflächigen Ausbau von Photovoltaik und Wind umfasst. Das Projekt BigTrans möchte hierfür in einer transdisziplinären Projektentwicklung mit Bürger:innenbeteiligung eine koordinierte sowie faire, transparente und empathische Kooperation zwischen Kommunen, Projektentwickler:innen und lokalen Akteur:innen ermöglichen. An verschiedenen Standorten soll untersucht werden, welche technischen Gesamtlösungen im Umfeld von EE-Großprojekten nachhaltig in ländliche Regionen integriert werden können. Berücksichtigt werden dabei integrative technische Ansätze – etwa die Versorgung von E-Fahrzeugen, intelligente Wärmesysteme, neue sekundäre Energieträger, Mobilitätslösungen sowie versorgungssichere und resiliente Infrastrukturen – und wie diese in unterschiedlichen Ausführungen zusammenwirken.
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