Für die Umsetzung der Energiewende ist deren gesellschaftliche Akzeptanz im deutschen Handwerk unerlässlich, da diesem eine zentrale Rolle bei der energetischen Transformation zukommt. Allerdings unterscheiden sich die energie- und umweltpolitischen Einstellungsmuster in den sozialen Milieus des Handwerks, die betrieblichen Umsetzungserfahrungen und die Interessenartikulation in den regionalen Organisationen des deutschen Handwerks erheblich. Skeptisch-ablehnende Haltungen sind durchaus verbreitet.
Sozialpartnerschaftliche Energiewende – Akzeptanz, Wissensproduktion und Reorganisation in der handwerklichen Selbstverwaltung
- Akzeptanz & Teilhabe
- Bürgerenergie
- Demokratie & Partizipation
- Entscheidungsprozesse & Politik
- Koordination & Allianzen
- Soziale Gerechtigkeit
- Mission Energiesystem
- Bürger:innen & Zivilgesellschaft
- Politik
- Wirtschaft
Vorgehen und Methoden
Das Projekt SoPaEn geht der gesellschaftlichen Akzeptanz der Energiewende im Handwerk in einem interdisziplinären Verbund nach, in dem die Disziplinen Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Sozioökonomische Bildung vertreten sind. Das Projekt untersucht, strukturiert und typisiert auf drei Ebenen (Individuum, Betrieb, Verband) die energiewendebezogenen Einstellungsmuster, Umsetzungserfahrungen und Organisationsidentitäten und deren Wechselwirkungen im deutschen Handwerk. Das Projekt identifiziert betriebsorientierte und rechtskonforme Dienstleistungs- und Unterstützungsangebote, die zu einer gesellschaftlichen Akzeptanz der Energiewende beitragen können.
Erwartete Ergebnisse und Wirkung
SoPaEn konzeptualisiert, implementiert und evaluiert thematische Workshops, in denen Unternehmer:innen und Beschäftigte mit Beispielen guter Praxis bekanntgemacht werden, die durch einen sozialpartnerschaftlichen Umgang charakterisiert sind. Bei der Verbreitung der Projektergebnisse richtet sich SoPaEn nicht nur an Öffentlichkeit und Wissenschaft, sondern an Unternehmer:innen und Beschäftigte im Handwerk wie auch an die haupt- und ehrenamtlichen Tätigen in der handwerklichen Selbstverwaltung.
Laufzeit
Juli 2025 – Juni 2028
Projektleitung
- Prof. Dr. Detlef Sack
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Bergische Universität Wuppertal, Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung,
42119 Wuppertal +49 202 439 3707
detlef.sack(at)uni-wuppertal.de
Projektpartner
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Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben
42107 Wuppertal -
Institut für Betriebsführung im DHI
76135 Karlsruhe -
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Forschungsstelle Kammerrecht
06099 Halle
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