Transformative Partizipation für Erneuerbare Energie-Landschaften – Wertschöpfung, Beteiligung, Akzeptanz
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Klimaschutz, Strukturwandel und internationale Wettbewerbsfähigkeit erfordern es, die Transformation des Energiesektors zu beschleunigen – insbesondere in Regionen, die von fossiler Energiegewinnung oder energieintensiver Produktion geprägt sind. Diese Beschleunigung kann nachhaltig nur gelingen, wenn die demokratische Grundstruktur nicht durch negative Narrative geschwächt, sondern durch positive Identifikation, Verantwortungsübernahme und Beteiligung gestärkt wird.
Zwar sieht die aktuelle Planung demokratische Beteiligungsmöglichkeiten vor. In formellen Beteiligungen können Bürger:innen individuelle „Einwendungen“ vorbringen. Doch Zustimmungen und positive Gestaltungskonzepte aus ihrer Sicht können hingegen meist kaum berücksichtigt werden. Ziel des interdisziplinären Projekts PartEEnschaften ist es, neue Ansätze für die gestaltende Einbindung von Bürger:innen in informellen Planungsverfahren zum Ausbau Erneuerbarer Energien (EE) zu entwickeln und zu erproben.
Vorgehen und Methoden
Das Projektteam erfasst Akzeptanzfaktoren regionaler Energiewendeprojekte und analysiert die Narrative, die den Wandel begleiten. In insgesamt fünf Regionen in Sachsen und Baden-Württemberg wendet das Projektteam verschiedene Methoden an: Es entwickelt positive Konzepte und Ideen für den EE-Ausbau mit einer regional zusammengestellten Bürgergruppe in einem dialogischen Prozess. Zudem führen die Forschenden empirisch-quantitative Vor- und Nachbefragungen zur Akzeptanz von EE durch, evaluieren die Bürger-Konzepte und setzen qualitative Interviews und Medienanalysen um.
Erwartete Ergebnisse und Wirkung
Durch die Verbindung von wissenschaftlichem und lokalem Wissen und die Unterstützung lokaler Praxispartner entstehen positive, gesamträumliche Konzepte und Narrative, die die regionale Identität der Bürger:innen widerspiegeln. Diese werden politischen Entscheidungstragenden und allen Interessierten zur Verfügung gestellt, um dadurch das Vertrauen in demokratische Prozesse, Akzeptanz und Verantwortungsbewusstsein zu stärken.
Laufzeit
September 2023 – August 2026
Projektleitung
- Prof. Dr. Gundula Hübner
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MSH Medical School Hamburg, Department Psychologie, 20457 Hamburg
+49 361 2264 9233
gundula.huebner(at)medicalschool-hamburg.de
Projektpartner
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Technische Universität München, Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume
85354 Freising -
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06114 Halle/Saale -
MSH Medical School Hamburg, Department Psychologie
20457 Hamburg
Mehr Informationen
Expert:innen
Katharina Dropmann
Paula Erber